11.Oktober 2019

„Wiedererrichtung der Grundwassermessstellen und der Zuwegung auf der Deponie Bergen“

Bautafel mit den Baubeteiligen Unternehmen
Bautafel mit den Baubeteiligen Unternehmen
Rohplanum im Januar 2019
Rohplanum im Januar 2019
Einbau von Geotextilien und Geogitter zur Stabilisierung des Untergrundes
Einbau von Geotextilien und Geogitter zur Stabilisierung des Untergrundes
Arbeiten in Vorkopfbauweise
Arbeiten in Vorkopfbauweise
komplizierter Baugrund
komplizierter Baugrund
Erhalt der Feuchtflächen im Umfeld der Bautätigkeit
Erhalt der Feuchtflächen im Umfeld der Bautätigkeit
fertig gestellter Weg mit Entwässerungsgraben
fertig gestellter Weg mit Entwässerungsgraben
künstlich geschaffene Lebensräume
künstlich geschaffene Lebensräume
Weg mit Wendestelle
Weg mit Wendestelle
Grundwassermessstellengruppe
Grundwassermessstellengruppe
Weiterführung der Trasse als befahrbarer Entwässerungsgraben
Weiterführung der Trasse als befahrbarer Entwässerungsgraben
Herr Rycer bedankt sich bei den Projektbeteiligten im Namen des Ravon
Herr Rycer bedankt sich bei den Projektbeteiligten im Namen des Ravon
Herr Kowalick hat den kontrollieren Blick des Projektmanagers bis zum Schluss
Herr Kowalick hat den kontrollieren Blick des Projektmanagers bis zum Schluss
war der Arbeitstitel eines Projektes der G.U.B. Ingenieur AG, welches sich über 9 Jahre erstreckte und nach einem Schadensereignis in der Lausitz entstand.
Am 12.10.2010 erfolgte im Umfeld der Deponie Bergen des RAVON ein Geländebruch auf dem Areal der zu sanierenden Flächen der LMBV. Dabei wurde die benannte Deponie beschädigt. Wie groß die Auswirkungen des Geländebruches waren konnte nicht sofort erkannt werden. Aber der damalige Technische Leiter des RAVON sagte „da ist ein Berg gewachsen…“.
Das Gelände war großräumig abgesperrt und es bestand Zugangsverbot. Nach und nach konnte unter Auflagen das Gelände sondiert und die visuellen Schäden dokumentiert werden.
Nach allen Erkundungen wurde konstatiert, dass die Oberflächenabdichtung der Deponie keine Beschädigungen erfahren hat und dicht ist. Dies belegten die durchgeführten FID-Messungen.
Wesentlichen Schaden hatten die vorhandenen Grundwassermessstellen im Umfeld der Deponie, die Gasverbrennungsanlage und das Wegesystem erfahren.
Durch das mehrjährige Zutrittsverbot des Geländes entwickelte sich ein neuer Lebensraum für Flora und Fauna.
Nicht nur, dass sich die Deponie selbst bewaldete, auch auf den Feuchtflächen zog Leben ein. Außer den Lurchen wurden auch Kraniche festgestellt. Der Wolf konnte sich hier weiter behaupten und sein Revier festigen.
Im Laufe der Jahre wurde zunächst die Gasverbrennungsanlage erneuert, um das entstehende Methangas der Deponie umweltgerecht zu verbrennen. Zu diesem Zeitpunkt dachte auch der Deponiebetreiber über eine Verstromung der anfallenden Gase nach. Aber eine unsichere Gasprognose brachte diesen Gedanken zum Erliegen.
In Abstimmung mit der Landesdirektion Sachsen, des RAVON, der LMBV und der G.U.B. Ingenieur AG erfolgten die Festlegungen für die restlichen Sanierungsarbeiten. Es wurde sich auf die Wiedererrichtung der Grundwassermessstellengruppen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Beschädigten geeinigt und die Zuwegung zu diesen Standorten.
Über Jahre der Abstimmungen und Grundwassermodelle wurde sich auf die konstruktive Ausbildung der Sanierungsumfänge geeinigt. Nach der Genehmigungsplanung erfolgte am 20.02.2018 der Bescheid der Landesdirektion Sachsen. Auf dieser Basis wurde zeitnah die Ausführungsplanung erstellt und die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen ausgearbeitet.
Im November 2018 erfolgte die Beauftragung der Bauleistungen durch die LMBV und es wurde sofort begonnen. Baufeldfreimachung, Erdbau, Wegebau und die Grundwassermessstellen wurden in Vorkopfbauweise entlang der neuen Wegetrasse errichtet. Dank der sehr guten Zusammenarbeit aller Projektbeteiligter war ein reibungsloses und zielorientiertes Bauen möglich.
Die Belange der Standsicherheit standen immer im Vordergrund und wurden durch das externe Büro BIUG überwacht und Einfluss auf die Bautätigkeit genommen. Zum Schutz der sensiblen Brutvogelarten erfolgte die Überwachung der Tätigkeiten durch eine Ökologische Baubegleitung. Auf deren Forderungen wurde vollumfänglich eingegangen und realisiert. So entstanden zusätzliche künstliche Lebensräume und die schadensbedingte Feuchtfläche auf dem Deponiegelände konnte erhalten werden.
Im Sommer dieses Jahres konnten die geplanten Maßnahmen komplett realisiert an den Eigentümer übergeben werden.
Am Tag der Bauabnahme erfolgte die Übergabe der hergestellten Leistungen vom Auftragnehmer an die LMBV, als Auftraggeber dieser Leistungen, und deren Weitergabe an den RAVON.
Herr Rycer, als Vertreter des RAVON bedankte sich bei der LMBV für die zielführenden Arbeiten zur Schadensbeseitigung am Objekt und den Projektbeteiligten für ihr Wirken. Dies erfolgte ebenso seitens der LMBV durch den Projektmanager, Herrn Kowalick.
Ab sofort ist das Grundwassermonitoring an der Deponie Bergen wieder möglich und die Belange der Umwelt können kontrolliert werden.
Mit diesem Artikel möchte sich die G.U.B. Ingenieur AG bei allen Projektbeteiligten bedanken und keinen namentlich hervorheben, denn diese wissen um ihren Anteil.