Geotechnische Sanierung 110 kV-Freileitung Lauta-Graustein zwischen Laubusch und Neuwiese
Die 110 kV-Freileitung Lauta-Graustein überquert im Bereich von Laubusch auf etwa 4 km ehemaliges Kippengelände, welches teilweise stark verflüssigungsgefährdet ist. Daher sind an einzelnen Maststandorten und Trassenabschnitten geotechnische Sicherungsarbeiten notwendig. Zur Erlangung der Genehmigungsfähigkeit bei der Landesdirektion Sachsen sind auch umfangreiche umweltfachliche Genehmigungsunterlagen zu erstellen. Im Jahr 2022 wurde damit begonnen, auf dem betroffenen Trassenabschnitt faunistische Erfassungen der Vögel, Reptilien und sonstiger relevanter Arten der FFH-Richtlinie durchzuführen. Ebenso wurden im geplanten Sanierungsbereich sämtliche Biotopstrukturen erfasst und entsprechend der sächsischen Nomenklatur in Text und Karte bewertet und dargestellt. Aufbauend auf diesen Grundlagendaten wurde ein Artenschutzfachbeitrag mit artenschutzrechtlicher Prüfung auf die Verbotstatbestände des § 44 BNatSchG durchgeführt und insbesondere im Hinblick auf vorkommende Reptilien ein umfangreiches Schutzkonzept samt Absammeln der Tiere für die ökologische Baubegleitung zur Umsetzung geplant. Die Eingriffsregelung wird in einem Landschaftspflegerischen Begleitplan mit EAB-Bilanzierung nach der Handlungsempfehlung von Sachsen abgehandelt. Es werden Maßnahmen zum Ausgleich und Ersatz erarbeitet und aufgeführt. Da in Gehölzbestände eingegriffen werden muss, liegt der Schwerpunkt auf Maßnahmen der Wiederanpflanzung, Waldrandgestaltung u.ä.
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Erläuterungen einzelner Leistungsbestandteile:
- Kartierungen von Vögeln, Reptilien, und anderer Arten der FFH-Richtlinie nach anerkannten Methodenstandards im Trassenverlauf und den geotechnisch zu sanierenden Maststandorten.
- Absammeln und Umsetzen von Zauneidechsen
- Biotoptypenkartierung anhand der Sächsischen Nomenklatur und Erfassung gesetzlicher geschützter Biotope
- Strukturkartierung der zu rodenden Gehölzbestände (Baumhöhlen, Arten, Alter)
- Artenschutzfachbeitrag mit integrierter artenschutzrechtlicher Prüfung und Planung von Vermeidungs- und vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen)
- Artenschutzkonzept/ ÖBB-Konzept für Reptilien im betroffenen Bereich
- Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) mit integrierter Maßnahmenplanung und Bilanzierung von Eingriff und Ausgleich nach der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen im Freistaat Sachsen
- Abstimmungen mit Behörden, Auftraggebern und Stakeholdern
Projektdetails
Leistungsbereiche
- Arten- und Biotopschutz
- Ingenieurbiologie
Individuelles Verständnis für Ihr Projekt
Jedes Projekt beginnt mit dem Verständnis für die spezifische Aufgabe und das individuelle Kundenanliegen.