15.Oktober 2018

Das "BIOMOre"-Forschungsprojekt

Oben: Methoden der untertägigen in situ Laugung  •  Unten: Prinzip der Biolaugung kritischer Metalle
Oben: Methoden der untertägigen in situ Laugung • Unten: Prinzip der Biolaugung kritischer Metalle
Oben: Prinzipdarstellung einer Pilotanlage für Gewinnung und Verarbeitung   •   
Unten: Lagerstätten kritischer Metalle in Europa und deren ökonomische Bedeutung
Oben: Prinzipdarstellung einer Pilotanlage für Gewinnung und Verarbeitung • Unten: Lagerstätten kritischer Metalle in Europa und deren ökonomische Bedeutung
Das internationale Forschungsprojekt „BIOMOre“ liefert einen Beitrag zur Deckung des europäischen Bedarfs an Metallen und strategisch relevanten Elementen durch die Erschließung von Lagerstätten in Europa. Ziel des Projektes war die Entwicklung eines innovativen Konzeptes zur Nutzung von Lagerstätten, die aufgrund ihres niedrigen Erzgehaltes oder ihrer großen Teufe für die konventionelle Gewinnung unwirtschaftlich sind. Anstelle von untertägigen Bergwerken oder tiefen Tagebauen sollen nur einzelne Bohrungen bis in die Lagerstätte abgeteuft und die Wertminerale durch eine biologisch hergestellte Lauge aus dem Gestein gelöst und an die Oberfläche gefördert werden. Bei der sogenannten „Insitu-Bio-Laugung“ fallen kaum unverwertbare Mengen an, und es entstehen keine Abraumhalden und offengelassenen Grubenbaue oder Tagebau-Restlöcher. Durch den deutlich geringeren technischen Aufwand kann die Rohstoffgewinnung langfristig preiswerter sein, als bei der konventionellen Gewinnung, wodurch bislang nicht abgebaute Vorräte in Europa gewinnbar werden.

In dem von der Europäischen Kommission im Rahmen des Horizon2020-Programmes geförderten Projekt arbeiteten mehr als 20 Forschungsinstitute und Ingenieurbüros aus 7 europäischen Ländern 3,5 Jahre zusammen. Neben zahlreichen Labortests und Modellierungen wurde ein Feldtest in der mitteleuropäischen Kupferschieferformation in einem Kupferbergwerk der KGHM (Polen) durchgeführt. Die G.U.B. Ingenieur AG übernahm in Zusammenarbeit mit dem Centre National de la Recherche Scientifique (Frankreich) und der UIT GmbH Dresden die wirtschaftlich-technische Bewertung einer möglichen künftigen Pilotanlage für die In situ Biolaugung sowie die Auswertung geologischer Datenbanken zum Auswählen einer geeigneten europäischen Lagerstätte.