01.August 2017

Neunkirchen/Saar, Schachtkopfsicherung der Hermine-Schächte 1 bis 3 und Sicherung der Fahrstrecke in der Bauausführung

Sicherung der Schachtköpfe mittels Herstellung einer kohäsiven Füllsäule aus Beton und der Fahrstrecke durch Einbau
eines hydraulisch abbindenden Verfüllbaustoffes.
Sicherung der Schachtköpfe mittels Herstellung einer kohäsiven Füllsäule aus Beton und der Fahrstrecke durch Einbau eines hydraulisch abbindenden Verfüllbaustoffes.
Hermine-Schacht 3, Teleskopbagger mit Verlängerung und Greifer im Einsatz.
Hermine-Schacht 3, Teleskopbagger mit Verlängerung und Greifer im Einsatz.
Hermine-Schacht 3, Aushubniveau ca. 13 m unter GOK, Vorhandene Einbauten werden, wenn möglich 
maschinell beseitigt.
Hermine-Schacht 3, Aushubniveau ca. 13 m unter GOK, Vorhandene Einbauten werden, wenn möglich maschinell beseitigt.
Hermine-Schacht 3
Hermine-Schacht 3
Hermine-Schacht 2, Aushubniveau ca. 8 m unter GOK, Vorhandene Einbauten werden, wenn möglich 
maschinell beseitigt
Hermine-Schacht 2, Aushubniveau ca. 8 m unter GOK, Vorhandene Einbauten werden, wenn möglich maschinell beseitigt
Die zwischen 1890 und 1929 angehauenen Hermine-Schächte 1 bis 3 und die im direkten Umfeld liegende Fahrstrecke waren Teil der Grube „Kohlwald“, später Grube „König“ nordwestlich der Stadt Neunkirchen/Saar. Die drei Schächte wiesen eine Teufe zwischen 500 m und 650 m auf. Die Hermine-Schächte 1 bis 3 wurden ehemals als Material- und Seilfahrtschacht und als ein- und ausziehende Wetterschächte genutzt. Nach ihrer Außerbetriebnahme zwischen 1966 und 1985 wurden sie verfüllt und mit Stahlbetonplatten abgedeckt. Im Zuge des Risikomanagements der RAG Deutsche Steinkohle werden alle Schächte auf ihren Sicherungszustand hin geprüft und falls erforderlich die Sicherung auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Um die noch bestehende latente Gefährdung abschließend zu beseitigen, wurde die Sicherung der Schachtköpfe sowie des oberflächennahen Bereichs der Fahrstrecke erforderlich.

Die G.U.B. Ingenieur AG wurde daraufhin 2014 von der RAG Montan Immobilien GmbH mit verschiedenen gutachterlichen Leistungen und der Baugrunduntersuchung beauftragt. Hierzu gehören die Baugrunderkundung, die Erkundung der Fahrstrecke und des Lehrstollens, eine anschließende Zustandserfassung mit Erarbeitung eines Sicherungskonzeptes, die statische Berechnung des Sicherungssystems, die statische Berechnung einer 9 m tiefen Baugrube mit Spritzbetonauskleidung und Bodenvernagelung sowie die örtliche Bauüberwachung. Als wirtschaftlichste Lösung wurde in Abstimmung mit dem Auftraggeber die Sicherung der drei Schächte mittels kohäsiver Füllsäule aus unbewehrtem Beton gewählt, die jede für sich statisch nachgewiesen wurde. Die Aushubtiefen liegen zwischen 25 m und 35 m. Die Sicherung der alten Fahrstrecke, deren Sohle mit  1:3 geneigt ist, erfolgt durch den drucklosen Einbau von hydraulisch abbindendem Dämmer über bereits vorhandene und neu zu erstellende Bohrungen. Die Bauarbeiten wurden im April 2017 ausgeschrieben und an eine Spezialtiefbaufirma aus dem Ruhrgebiet vergeben. Der Baubeginn war Anfang Juli. Die Bauüberwachung wird von der G.U.B. Ingenieur AG, Büro Saarbrücken für eine voraussichtliche Bauzeit von 23 Wochen wahrgenommen.

Ansprechpartner

Dipl. Ing. (FH) Christian Heß
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